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Der Kunde wollte sein Angebot an Testgeräten erweitern, um die Qualitätskontrolle in Produktionsumgebungen zu automatisieren und zu verbessern. Das Team von Itransition validierte die Eignung von KI für die automatisierte Vermessung von Koffeinbeuteln und die Erkennung von Abweichungen von vordefinierten Standards und lieferte eine skalierbare, produktionsreife KI-Lösung.
Unser Kunde ist ein grosses Produktionsunternehmen mit Niederlassungen in ganz Nordamerika. Das Unternehmen ist auf Test- und Messlösungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie spezialisiert.
Branche
Fertigung
Unternehmensart
Privat
Region
Nordamerika
Das Angebot des Kunden umfasste Anlagen für die Qualitätskontrolle von Koffeinbeuteln. Bei diesem Produkttyp sind präzise Geometrie und eine korrekte Versiegelung aller Nähte entscheidend. Jede Abweichung von strengen Produktionsvorgaben kann dazu führen, dass der Beutel bei der Nutzung aufreisst.
Die Anlagen des Kunden nutzten bereits Automatisierung für die Defektprüfung, basierten jedoch auf klassischen statistischen und mathematischen Algorithmen. Mit wachsender Vielfalt an Beuteltypen und Marken führte dieser Ansatz zu Fehlern und begrenzte die Skalierbarkeit deutlich, da jede neue Variante eine manuelle Anpassung des Algorithmus erforderte.
Der Kunde brauchte deshalb eine Lösung, die effizient skaliert, ohne zeitaufwendige Konfiguration für jede Variante. Außerdem musste die Lösung sowohl auf neuen Testgeräten als auch auf legacy Hardware mit begrenzter Rechenleistung eingesetzt werden können.
Itransition führte eine Discovery-Phase durch, entwickelte einen Proof of Concept zur Bewertung der KI-Eignung für die Vermessung von Produktdimensionen und die Defekterkennung und lieferte eine skalierbare Lösung für den produktiven Einsatz.
Itransition führte eine Discovery-Session durch und empfahl eine Full-Cycle-KI-Lösung, die in der Lage ist, Verpackungsdimensionen wie Länge, Breite, Kantengeometrie und Siegelposition bei Koffeinbeuteln automatisch zu messen sowie Abweichungen von vordefinierten Standards zu erkennen. Im Gegensatz zu klassischen algorithmischen Ansätzen bietet eine KI-basierte Lösung eine stärkere Generalisierungsfähigkeit und kann effektiv auf verschiedene Beuteltypen angewendet werden.
Um die KI-Eignung für die Vermessung und Defekterkennung von Koffeinbeuteln auf der Hardware des Kunden zu demonstrieren, startete Itransition mit einem Proof of Concept. Da der Kunde einen umfangreichen Bestand realer Produktionsbilder für Entwicklung und Validierung bereitstellte, konnten wir direkt in die Modellentwicklung einsteigen. In der PoC-Phase nutzten wir einen Datensatz mit 1.500 Bildern, um ein Segmentierungsnetz zu trainieren, das anschließend in die Geräte des Kunden integriert wurde.
Nach Eingang eines Bildes segmentierte das Modell relevante Verpackungsbereiche, wodurch das System notwendige Masse wie Länge, Breite und Siegelposition berechnen konnte. Als Ausgabe lieferte das System eine JSON-Datei sowie ein markiertes Bild mit Messwerten und Informationen zu erkannten Defekten und deren Position.
Die Lösung wurde im Shadow-Mode gestartet, in dem die alte und die neue Software parallel liefen und unabhängig Entscheidungen trafen. Alle Abweichungen in den Ergebnissen wurden zusätzlich durch Experten analysiert. Auf Basis dieser Analysen konnte unser Team das System weiter verfeinern. Hauptziel dieser Phase war es, die für den produktiven Einsatz erforderliche Qualität zu erreichen, gefolgt von der Leistungsoptimierung.
Obwohl der PoC die Qualität der Lösung bestätigte, war die Performance durch die Legacy-Hardware des Kunden mit begrenzter Rechenkapazität eingeschränkt. Das System lief auf einer reinen CPU-Konfiguration ohne Internet- oder GPU-Zugriff, was die Möglichkeiten für den Einsatz von Computer-Vision-Lösungen begrenzte.
Um diese Einschränkungen zu überwinden und die notwendige Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erreichen, implementierte unser Team mehrere Optimierungen, die zu einer 5-fachen Beschleunigung führten:
Trotz der Hardwarebeschränkungen konnte der PoC die Eignung der KI-basierten Inspektion erfolgreich nachweisen.
Nach dem PoC erweiterte der Kunde den Datensatz deutlich um weitere Verpackungsdesigns, neue Marken, komplexere Geometrien und nicht standardisierte Fälle. Nachdem die nötige Qualität und Performance auf einer Maschine im Shadow-Mode erreicht waren, wurde diese Maschine unter menschlicher Aufsicht in den Produktivbetrieb überführt. Nach einem Monat Betrieb gab das Qualitätskontrollteam des Kunden die KI-Lösung für den produktiven Einsatz frei. Danach wurde das System in vier Stufen auf alle Maschinen des Kunden ausgerollt. Jede Stufe umfasste einen Monat überwachten Betrieb; der Übergang zur nächsten Stufe erfolgte erst nach erfolgreichem Abschluss der vorherigen.
Die neue Lösung arbeitete wie folgt:
Das trainierte Modell konnte sowohl Standard- als auch Sondergeometrien verarbeiten und war damit für den produktiven Einsatz in großem Umfang geeignet.
Wir haben eine skalierbare, produktionsreife KI-Lösung geliefert, die aus einem Machbarkeits-PoC hervorging und Hardwarebeschränkungen überwand. Damit erzielte der Kunde folgende Verbesserungen:
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